heOe-privat-12 Gargoil-1Geschichten, die das Leben schreibt.

In diesem Fall ist es meine eigene.

Ganz persönlich: Ein bunter Hund

Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, wie ein Eierkocher funktioniert? Warum so viele Tasten auf der Fernbedienung für den Fernseher sind? Und wieso dieser eine Schraubverschluss so schwer aufgeht?  Ich schon. Schon immer. Auch über Sachen, mit denen ich eigentlich nichts zu tun habe. Bereits als Kind hab ich alles Mögliche zerlegt, „geprüft“, umgebaut und wieder zusammengesetzt – meistens mit Erfolg. Aber nicht immer zur Freude meiner Eltern. So wurde aus einem Brett vom Schreiner eine E-Gitarre und das Küchenradio zum Verstärker – das hat auch einige Tage ganz wunderbar funktioniert …

heOe-privat-9Ich wollte einfach wissen, wieso und warum etwas funktioniert. Dabei war es nicht unbedingt die Theorie, die mich faszinierte, sondern die praktischen Auswirkungen. Die Kleinigkeiten des Alltags eben, die Technik die uns umgibt.Aber funktioniert die moderne Technik immer fehlerfrei? Einfach so? Ganz bestimmt nicht. Im Laufe der Zeit habe ich gemerkt, dass ich spüren kann, wenn etwas nicht rund läuft –  insbesondere bei Elektronik. Ein Talent, das mich meine ganze Arbeitszeit „verfolgt“ hat. Erklären Sie mal einem Vorgesetzten oder Techniker, warum Sie denken der Fehler liege da oder da. Und Sie dann nur sagen können: Das ist so ein Gefühl. Damit machen Sie sich nicht immer beliebt. Vor allem, wenn sie auch noch recht behalten ;-)

Aber mir hat es auch oft geholfen. Beispielsweise beim ersten volldigitalen Sender Europas, bei dem ich für die Audiotechnik zuständig war. Da gab es keinen, den ich fragen konnte, das war alles absolutes Neuland. Ähnlich beim Entwickeln eines Versandkonzeptes nach Fernost für Millionen Euro teure Testsysteme. Da hieß es einfach: Genau hinschauen und ab und zu mal dem Bauchgefühl vertrauen.
Und genau das ist es , was ich am besten kann. Neue Wege gehen und ungewöhnliche Ideen entwickeln – immer mit Fokus auf die Praxis. Ich liebe es einfach, ganz neue Dinge zu tun und umzusetzen. Die Sache auch mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und ganz naiv zu sagen: Warum?

heOe-privat-6Dazu gehört auch eine gute Portion Hartnäckigkeit.  Ja, ok, manchmal bin ich ein Erbsenzähler, aber wenn’s nicht passt, dann passt’s halt nicht. Punkt! Gerade bei Bedienoberflächen und Benutzerführung kann ich mich richtig reinsteigern. Warum ist das nicht einfacher gelöst? Der Knopf für die Funktion XY nicht immer am gleichen Platz? Was genau soll mir dieses komische Symbol sagen? Wieso sind wichtige Funktionen in verschachtelten Menüs versteckt? Das ärgert mich dann. Weil ich genau weiß, wie es einfacher und verständlicher sein könnte – und was das für den Anwender bedeutet.

Und genau hier kommt Die.Anleitung ins Spiel. Ich wollte meinen Eltern ein Tablet schenken, um mit Kindern und Enkeln in Verbindung zu bleiben. Auf der Suche nach der passenden Anleitung dazu bin ich dann schier verzweifelt. Alle Bücher waren nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. So von Anfang an, für Menschen, die noch nie ein Tablet in der Hand gehalten haben. Da blieb mir nur noch eins übrig: selber machen.
Nachdem ich die ersten Kapitel gefühlte 20 mal umformuliert und neu gestaltet hatte, hat es endlich funktioniert. Menschen, die noch keine Berührung mit der Technik hatten, konnten selbständig damit arbeiten – Bingo. Daraus ist dann innerhalb eines halben Jahres Die.Anleitung für das iPad entstanden.

Ganz offiziell: Vom Elektriker zum Buchautor

heOe-pro-2Die Begeisterung für Technik hat sich schon in meiner frühen Kindheit gezeigt. Was immer ich in die Hände bekam wurde zerlegt, „geprüft“, umgebaut und wieder zusammengesetzt – meistens mit Erfolg. Aber nicht immer zur Freude meiner Eltern.
Nach der Ausbildung zum Elektroniker und einem halben Studium der Elektrotechnik erfolgte ganz spontan der Schwenk zur Studiotechnik: Eine Ausbildung an der damals ganz neuen SAE (School of Audio Engineering) in München. Danach folgten zehn spannende Jahre als selbständiger Toningenieur mit eigenem Tonstudio, Planungsbüro und Service-Werkstatt.

Die Familiengründung war dann der Anlass, mir etwas „Anständiges“ zu suchen, ein echtes, sicheres Anstellungsverhältnis. Den Anfang machte der erste komplett digitale Fernsehender in Europa, dann ein Hersteller von digitalen Rundfunkpulten, gefolgt von weiteren Jahren im Bereich der Audiotechnik. Zwischendurch hab ich auch mal etwas ganz anderes gemacht: Zum Beispiel ein neues Versandkonzept für Millionen Euro teure Testsysteme nach Fernost. Oder mit den eigenen Händen ein komplettes Haus gebaut – als Maurer, Elektriker, Wasser-Heizungs-Installateur und vieles mehr.

MasterNicht zu vergessen: 2005, im Alter von 42, habe ich nochmal studiert und den Master der Technischen Kommunikation gemacht. Und damit wurde aus einem langjährigen Passion ein echter Job – das Schreiben von technischen Texten. Hauptsächlich Bedienungsanleitungen, Broschüren und Kataloge. Zusammen mit meinem natürlichen Verständnis für technische Abläufe und Strukturen ist mir das eigentlich immer sehr leicht gefallen. Die letzten Jahre war ich dann als Abteilungsleiter für Marketing und Produktmanagement tätig.
Insgesamt hat sich im Laufe der Jahre ein vielfältiger Erfahrungsschatz aufgebaut, auf den ich immer wieder zurückgreifen kann.

Mit 50, im Sommer 2013, als die Kinder aus dem Haus waren, habe ich viel darüber nachgedacht, was ich mit meinem Leben noch anfangen möchte – ich war mir sicher, da musste noch mehr sein. Und so habe mich dazu entschlossen, die vermeintlich sichere, aber letztendlich unbefriedigende Festanstellung aufzugeben. Ohne wirklichen Plan, was danach kommen sollte. Ideen hatte ich viele: Hüttenwirt, Hundetrainer, Buchautor für Hundewanderungen, selbständiger Redakteur, Auswandern – ungefähr in dieser Reihenfolge.
heOe-pro-9Aber wieder einmal kam es anders als geplant: Im Herbst 2013 wollte ich meinen Eltern ein Tablet schenken, damit Sie in Verbindung mit uns Kindern und den mittlerweile erwachsenen Enkeln bleiben können. Auf der Suche nach der passenden Anleitung dazu bin ich aber schier verzweifelt. Alle Bücher waren meiner Meinung nach nicht wirklich für absolute Anfänger geeignet. Und da war sie plötzlich: Die Idee für eine etwas andere Anleitung für Smartphones und Tablets. Eine, mit der auch unerfahrene Anwender und ältere Menschen gut zurecht kommen. Mit verständlichen Texten, einem übersichtlichen Layout und dem Fokus auf der alltägliche Bedienung.

Bis ich dann das erste Buch in der Hand hielt, hat es noch einige Monate gedauert. In dieser Zeit habe ich mehrmals das Layout geändert, Texte angepasst und Bilder optimiert. So lange, bis ich und vor allen Dingen meine Tester zufrieden waren.

Anfang 2014 folgte dann die Existenzgründung als Autor im Eigenverlag. Und damit auch der Eintritt in eine mir bis dahin völlig unbekannte Welt des Buchverlagswesens mit all seinen speziellen Strukturen und Regularien. Aber ich habe mich durchgebissen und im April 2014 mein erstes Buch mit dem Titel „Die.Anleitung für das Apple iPad“ veröffentlicht – und gleich im ersten Monat 18 Stück verkauft! Dieses Gefühl werde ich nie vergessen.

Mittlerweile bin ich mit meinen Anleitungen für Smartphones und Tablets erfolgreich am Markt angekommen und freue mich über die vielen positiven Rückmeldungen von begeisterten Anwendern. Auch wenn es finanziell noch überschaubar ist, habe ich die Entscheidung nie bereut. Das gute Gefühl, unerfahrenen Anwendern beim Start in diese faszinierende Welt der modernen Technik helfen zu können, ist unbezahlbar.

heOe-privat-7Im zweiten Leben bin ich leidenschaftlicher Bergwanderer (www.pfotenwanderer.de). Immer dabei: Mein Hund Jamie. Eine ebenso bunte Mischung wie sein Herrchen …

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